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Heute möchte ich Dir ein paar Tipps geben, wie Du Dich für schwierige Situationen, in Konflikten und Krisen wappnen kannst und mehr persönliche Resilienz aufbaust. Immer wieder werde ich gefragt wie man in schwierigen Situationen am besten mit anderen kommuniziert. Dafür gibt es gute Tipps und Tricks, die funktionieren.

Kommunikation und Resilienz

Gute Kommunikation nach aussen wird erst dann optimal wirksam, wenn auch die Kommunikation nach innen, also mit uns selbst, bewusst stattfindet und gut funktioniert. Nur wenn ich Klarheit über meinen Standpunkt, meine Bedürfnisse und Werte, und eine klare Wahrnehmung habe, habe ich die nötige persönliche Sicherheit als Basis für gelungene Kommunikation nach aussen.

Doch was bedeutet eigentlich Resilienz genau?

Resilienz oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und die Krise durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklung zu nutzen.

Resilienz in einer Welt voller Krisen und Unsicherheit

Wir befinden uns in einer Zeit der immer schnelleren Veränderungsprozesse, von tiefen Umbrüchen und Krisen in praktisch allen Lebensbereichen. Dabei hat sich das Krisenbewusstsein ebenso verschärft wie die Suche nach wirkungsvollen Möglichkeiten zur Lösung derselben. Es ist also kein Wunder, dass der Begriff der Resilienz zu einem neuen Leitbegriff in wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Publikationen geworden ist.

Die Anforderungen, die die Arbeitswelt stellt, verändern sich mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit, jedenfalls so rasant wie nie zuvor. Daraus resultieren extrem hohe Anforderungen an die Menschen. Sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte müssen sich immer noch schneller an neue Situationen anpassen. Manche Menschen werden dabei krank und zerbrechen fast daran, während andere scheinbar mühelos durch die Veränderungen hindurchgehen.

Die Resilienz hilft uns tragische Ereignisse besser zu verarbeiten und dient uns ganz allgemein im Umgang mit für uns schwierigen Situationen und Konflikten. Das schliesst die Kommunikation mit ein.

Perspektivenwechsel: Von der Defizit- zur Ressourcenorientierung

Der besondere Charme des Resilienz-Begriffs liegt darin, dass Krisen zugleich als Chancen angesehen werden. Dabei geht es nicht immer um grosse Lebenskrisen, sondern oft um die kleinen „Krisen des Alltags“, die den Blutdruck kurz nach oben schnellen, die Zornesadern anschwellen oder einen schlicht mit einem Gefühl der Ratlosigkeit oder Frust zurücklassen.

Also Krise als Chance. Der Blick wird auf jene Ressourcen gelenkt, die hilfreich sind, um Krisen zu meistern und gegen Störungen weniger anfällig zu sein. Das Interesse gilt nicht mehr (vorrangig) dem Mangel an etwas. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, ob die zur Verfügung stehenden persönlichen, sozialen und strukturellen Potentiale ausreichen, Veränderungen und Krisen zu bewältigen. Vor allem will ich wissen wie ich diese Potentiale erhalte und ausbaue.

 

Altes Wissen für Resilienz im Alltag

Mit dem altem Wissen und der Weisheit der indigenen Völker kannst Du Dein inneres Schutzschild und Deine innere Widerstandskraft aufbauen und stärken. Dieses Wissen, das ich von meinen Grosseltern in den Montafoner Bergen und von den Nordamerikanischen Apache-Indianern erhalten habe, gebe ich gerne an Dich weiter. Du bist damit gewappnet für jede Situation.

Heute gebe ich Dir 3 hoch effektive Tipps, wie Du mehr Kraft, Stärke und Gelassenheit gewinnen kannst. Es sind ganz einfache Schritte, die trotz – oder vielleicht wegen – ihrer Schlichtheit so kraftvoll und effektiv sind:

Tipp #1 – Gehe regelmässig in die Natur und schärfe Deine Sinne

Du erhältst damit die nötige mentale Klarheit und Sicherheit.

Denn das Gefühl von Sicherheit ist der zentrale Schlüssel für eine erfolgreiche Stressregulierung in schwierigen Situationen. Die neueren Erkenntnisse der Wissenschaft zeigen nämlich, dass der Mensch im Grunde ein hochbegabter Change-, Konflikt- und Krisenmanager ist.

Indigene Naturvölker wissen um die Überlebens-Wichtigkeit von geistiger Klarheit und Präsenz, um eine Situation richtig einschätzen zu können und trainieren diese regelmässig durch Meditation bzw. Achtsamkeit in der Natur. Denn diese mentale Klarheit und Präsenz gibt Sicherheit.

Gehe regelmässig in die Natur und schärfe Deine Sinne: Nimm die Düfte und Gerüche der Bäume, Blumen und Kräuter wahr, der modrigen Erde nach einem Regenguss, den verheissungsvollen Duft von wilden Brombeeren oder frischen Pilzen. Erfreue Dich an der Vielfalt der Vogelstimmen und dem Rauschen des Windes durch Blätterwald, der ganz anders klingt als das Rauschen des Windes durch Tannen und andere Nadelbäume. Das bringt Dir tiefe Entspannung, Klarheit und Sicherheit für den Alltag.

Tipp #2 – Ankere Dich mit bewusster Atmung

Atme Dich bewusst durch schwierige Situationen hindurch und gewinne  Souveränität und Sicherheit. Hole immer wieder tief Atem, ganz bewusst.

Setze oder stelle Dich bewusst hin, mit den Fusssohlen fest auf der Erde. Mit jedem Einatmen stelle Dir vor Du holst Kraft aus der Erde, über die Fußsohlen, über die Beine hinauf in den ganzen Körper, bis in den Kopf.

Beim Ausatmen stelle Dir vor Du atmest alles Schwere, allen Ärger, allen Frust, alle Trauer und alles Dunkle weg, raus aus dem Körper. Es fliesst an Deinem Körper ab, in die Erde hinein. Der Körper wird dadurch heller und leichter. Du kannst wieder klare Gedanken fassen und wissen welcher nächste Schritt der richtige ist.

Denn oft passiert es, dass wir das Atmen schlicht vergessen, weil wir in irgendwelchen Gedanken verloren sind, weil wir uns über etwas ärgern oder in Sorgen verstrickt sind. Die eigene Achtsamkeit auf den Atem zu legen, ist dann ein wunderbares Mittel, um sich mit seinem Körper (wieder) zu verbinden, Klarheit zu erlangen und besser kommunizieren zu können.

Tipp #3 – Kommuniziere klar

Eine funktionierende klare Kommunikation im beruflichen wie persönlichen Alltag ist wesentlich, um in schwierigen Situationen wirkungsvoll reagieren zu können. Die Grundlagen einer guten Kommunikation sind mittlerweile weithin bekannt: Aktives Zuhören, Kommunikation durch Körpersprache und andere Grundlagen sind längst kein Geheimnis mehr.

In der Praxis ist es dazu hilfreich, sich immer wieder klar zu machen, dass Botschaften nicht nur unterschiedlich ankommen, sondern dass auch wir Sender unterschiedlich sind. Schaffe daher Klarheit über die Orientierungsmuster und Werte, die Deiner  Kommunikation zugrunde liegen, das vermeidet Missverständnisse, gerade in schwierigen Situationen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Umsetzung, vor allem Klarheit, Kraft und Gelassenheit!