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Wandern ist gesund, sagt der Volksmund schon lange. Und durch neue Studien ist es nun auch wissenschaftlich fundiert:

Wandern in mittleren Höhen hilft gegen Zivilisationskrankheiten. Der Grund dafür ist die Verbesserung des Sauerstofftransports durch Blutneubildung (med.: Erythropoese).

 

Wie funktioniert das?

Das geschieht in den Bergen praktisch automatisch. Weil die Luft dort sauerstoffärmer ist, muss der Körper mehr arbeiten. Das ist wie bei einem Motor, der hochtourig mehr verbraucht. Dadurch steigt die Zahl der roten Blutkörperchen deutlich an, während die Gesamtzahl aller Blutkörperchen gleich bleibt. Frische Blutkörperchen geben optimal Sauerstoff an das Gewebe ab, der Körper erlebt eine spürbare Stärkung. Zudem kommt es zur rascheren Zellerneuerung. Dadurch wird das Gebirge zum Jungbrunnen.

 

Dieser Effekt ist seit langem bekannt von Spitzensportlern, die in der Höhe trainieren, um Muskeln aufzubauen. In der Austrian Moderate Altitude Study werden seit 1998 systematisch Daten gesammelt. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass sich nach einem zweiwöchigen Aufenthalt  in mittlerer Höhe (d.h. 1000–2500 Meter Meereshöhe) der Sauerstoffgehalt im Körper signifikant verbessert, wenn täglich mit moderater Geschwindigkeit gewandert wird.

 

Bergwandern gegen Zivilisationskrankheiten

Universitätsprofessor Egon Humpeler, ein in Höhenmedizin spezialisierter Internist in Bregenz, hat in einer 1971 publizierten Hochgebirgsstudie erstmals die gesundheitlichen Effekte des Bergwanderns dargestellt: „Die Folgen von Bewegungsmangel, Übergewicht, Problemen bei Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-System, aber auch Ängste, seelische Nöte, Motivations- und Sinnkrisen bis hin zum Burn-out-Syndrom sind in der mittleren Höhe leichter zu bewältigen. Da werden automatisch ganzheitliche Kräfte geweckt.“

 

Hohe Wirksamkeit für die Gesundheitsvorsorge

Wenn das Bergwandern rechtzeitig begonnen und regelmässig ausgeübt wird, könne im Alter sogar die Pflegebedürftigkeit weitgehend vermieden werden, so Professor Humpeler. Das reduziere auch die Kosten. Als weitere positive Effekte für die Gesundheit nennt er

Optimierung des Herz-Kreislauf-Systems, weil sich am Berg Blutdruck und Puls deutlich verbessern;

Steigerung der allgemeinen Befindlichkeit in Richtung Wohlbefinden und mehr Zufriedenheit;

nachhaltiger Rückgang subjektiver Beschwerden wie Rückenschmerzen und eine Stärkung der optimistischen Lebenseinstellung;

Zunahme der Schlafqualität, Schlafdauer und Durchschlaffähigkeit.

 

Kurz zusammengefasst: Bergwandern wirkt ausgleichend in einem Leben ständiger Anforderungen und immer höherer Belastungen. Bergwandern ist gut für ein langes, gesundes Leben. Und Bergwandern macht Spass und bietet immer wieder überwältigende Naturerlebnisse, die Du sicher nie vergisst.